Weihnachtsmarkt in Berlin

23:19 Weihnachten
CC Irish Typepad

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Ich habe mich heute mit zwei Freunden verabredet, um einen der vielen Berliner Weihnachtsmärkte zu besuchen.

Wir waren an der Weltzeituhr verabredet, was schon eine dumme Idee war. Sonst ist das als Treffpunkt ja ziemlich gut geeignet, aber im Moment benutzen so viele Menschen diesen Treffpunkt, das man fast keine Chance hat, sich ohne Handy zu finden. Das klappte bei uns aber zum Glück noch.

Dann wollten wir auf den kirmesähnlichen Markt zwischen S Alexanderplatz und S Jannowitzbrücke gehen. Dieser Weihnachtsmarkt war so saumäßig voll, dass wir nach 20m Durchkämpfen zurück gegangen sind. Ganz besonders toll sind dabei natürlich die Kommentare der Leute “Warum müsst ihr auf dieser Seite laufen?” und “Andere Menschen denken immer sie sind allein auf der Welt.” mussten wir über uns ergehen lassen.

Nachdem wir den Rückzug angetreten haben, ohne wirklich was gesehen zu haben, beschlossen wir über den Alexanderplatz zu schlendern und von dort auf den Weihnachtsmarkt vor dem Roten Rathaus. Auf dem Alex habe ich lecker Negerküsse Schaumküsse in verschiedenen Geschmacksrichtungen gekauft. Schlumpf und Zimt haben der Herzbube und ich sofort zu Hause aufgefuttert (Zimt ist nur zu empfehlen!); After Eight und Honig Mandel nehmen wir morgen zum Adventskaffe zu meiner Mama mit.

Danach ging es auf zum Roten Rathaus. Nachdem wir eine Weile das Kettenkarussell beobachtet haben und meine Freundin laut überlegen musste, ob die einzelnen Sitze masseabhängig sind (nein sind sie nicht) und ob die Ketten immer im gleichen Winkel abstehen (vermutlich auch nicht), konnten wir endlich den Markt betreten.

Auch hier war nicht viel weniger los, besonders weil gerade der Weihnachtsmann mit einem Engel über den Markt schwebte , was wirklich schön aussah. Menschenmassen so weit das Auge blickte. Eigentlich wollten wir uns irgendwo einen Glühwein holen, aber die Gefahr, dass man beim Weiterlaufen sich die Brühe über die Jacke kippt, weil irgendwer schuckelt, war uns zu groß.

So hatte ich zwar Spaß mit meinen Freunden, aber die Märkte an sich haben nicht wirklich Spaß gemacht. Außer falsche Quarkbällchen (falsch weil mit Rosinen, ohne Puderzucker und zu groß), eine gebrannte Macadamianuss (sehr lecker) und etwas ZuckerWinterwatte haben wir nichts gefuttert oder getrunken. Aber das gehört für mich dazu. Heiße Maronen, Crêpes, Glühwein oder Lángos müssen einfach sein, wenn man auf den Weihnachtsmarkt geht. Deshalb steht für mich fest; ich werde zwar dieses Jahr noch einmal gehen, aber vorzugsweise in der Woche (allerdings nicht Mittwoch, weil an diesem Tag auf den meisten Märkten Familientag ist und somit Crêpes, Pommes und einige Fahrgeschäfte preiswerter sind)

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