“New Roles for Librarians in the 21st Century”
10. November 2008 12:13 Amerika, UniversitätAm Freitag, dem 07.11.2008 ab 13:45 Uhr fand in der amerikanischen Botschaft die Veranstaltung “New Roles for Librarians in the 21st Century: Hollywood Librarians, New Librarians, Vanishing Librarians” statt.
Ich kam, wie immer, viel zu früh an und wurde von dem Securitymensch gleich wieder weg geschickt. Naja, hatte ich wenigstens noch Zeit für eine heiße Milch mit Lebkuchengewürz bei Starbucks (nein, ich trinke keinen Kaffee; auch nicht entkoffeiniert). Dann bin ich langsam wieder zurück geschlendert und habe eine kleine Menge vor der Botschaft gesehen, die auch schon brav die Personalausweise gezückt hatte.
Nach dem Vergleich der Anmeldung mit den jeweiligen Ausweisen durften wir in 5er Gruppen das neue Gebäude der amerikanischen Botschaft betreten. Im Eingangsbereich wurden Taschen geröngt und wir mussten durch einen Pieper gehen. Einige Dinge mussten auch bei der dort arbeitenden Sicherheitsperson gelassen werden, wie zum Beispiel mein USB Stick. Meine Flasche mit Apfelschorle durfte ich behalten, musste aber vor den Augen der Sicherheitsleute etwas daraus trinken.
Dann ging es in den Konferenzraum und um 14:15 wurde der Nachmittag eröffnet. Erster Programmpunkt war die Vorführung des Films “The Hollywood Librarian: A Look at Librarians through Film”. Der Anfang des Films war sehr gut. Witzig, frisch und hätte nach einer knappen Stunde vorbei sein sollen. Danach hat der Film eine 180° Wendung gemacht und etwas ganz anderes gezeigt. Das hätte die Regisseurin Ann M. Seidl in einen separaten Dokumentationsfilm zeigen sollen. Aber trotzallem war der Film richtig gut gemacht und verdient ein positives Fazit.
Nach dem Film und einer kurzen Kaffeepause (ich sollte der amerikanischen Botschaft mal mitteilen, dass nicht alle Menschen dieser Erde Kaffee trinken, siehe oben) begann der zweite Programmpunkt: eine Diskussion mit Louise Berry und John N. Berry III. Leider ist keine Diskussion entstanden, aber die beiden haben dem Publikum Rede und Antwort gestanden. Louise ist Direktorin einer Bibliothek in Darien, Connecticut. Ihre Bibliothek wird Anfang des nächsten Jahres in ein neues Gebäude umziehen und zu diesem Thema hat sie einiges erzählt; über neue Techniken, neue Maschinen, ihr Personal, wie sie die Gelder für das neue Gebäude (welches komplett privat finanziert ist) zusammen bekommen hat und so weiter. Es war wirklich sehr interessant ihr zuzuhören. Ihr Mann John ist seit über 40 jahren Editor-in-Chief bei der Zeitschrift Library Journal (LJ). Auch er hatte interessante Antworten auf die Fragen des Publikums und hat seine Frau manchmal daran erinnert, was sie noch erzählen könnte, um eine Frage vollständig zu beantworten. War sehr lustig.
Der ganze Nachmittag war interessant. Ich habe viel Neues dazu gelernt und ich muss sagen, alle Bibliotheksinteressierten haben etwas verpasst, wenn sie nicht dabei waren! Der Bonus zu diesem Nachmittag war natürlich, dass die ganze Veranstaltung in der amerikanischen Botschaft statt fand. ich war den Nachmittag quasi in Amerika – ohne teure Flugkosten!


Sebastian :
Date: November 10, 2008 @ 13:25
Sehr schön finde ich deinen letzten Satz… Aber warum hast du mir nichts aus Amerika mit gebracht? Ach doch, du sagtest du hast mir einer Servierte mit gebracht?! wo issn die?